Berauscht!

Berauscht! (mixed media)

Der Kommentar "Alice ist dir wirklich gut gelungen, doch irgendwo fehlt mir dort noch ein Fliegenpilz zur Verdeutlichung der Situation" unter meinem letzten Post hat mich nun doch veranlasst Euch dieses Bild der letzten Tage zu zeigen :) Die gesammelten Märchenbilder will ich später in einem Buch zusammenfügen, so könnte dann eine Doppelseite zu "Alice im Wunderland" folgendermaßen aussehen:

digitale Bearbeitung als Beispiel für eine Doppelseite in meinem Märchenbuch
Um mein Märchenbuch zu füllen, fertige ich also erstmal kleine Schnipsel an, die später im Buch miteinander & mit neuen Elementen (u.a. Zitaten) ergänzt werden. So kann es sein, dass bei dem ein oder anderen Bild, das ich euch vorab zeige, vorerst wichtige Schlüsselelemente fehlen. Aber ich will euch meine Zwischenergebnisse nicht vorenthalten, schließlich brauche ich ja auch euer Feedback. Also vielen Dank für den berechtigten Einwand über den fehlenden Pilz! Wobei Alice nicht durch den Pilz im Bau des Kaninchens unheimlich wächst, sondern durch den Opelkuchen... Also wird zum Beispiel in meinem Buch ein Kuchen die linke Bildhälfte neben Alice füllen...

Tolle Künstlerbücher macht übrigens die Künstlerin Anke Lohrer. Schaut am Besten auf ihrer Seite vorbei, dann seht ihr in welche Richtung ich ungefähr will. 

Mein Musiktipp kommt wieder mal von den Toten Hosen mit der wunderbaren Interpretation von Cocain in my brain, im Original von Dillinger.


Lass die Finger von den Pilzen, Alice!

Lass die Finger von den Pilzen, Alice! (Mixed Media/ 2011)
Ehrlich gesagt habe ich die Abenteuer von Alice im Wunderland nie gelesen, sondern nur sämtliche Verfilmungen des Stoffes konsumiert... 
Bei meinen Recherchen zum Thema fand ich heraus, dass Lewis Carrolls Erzählung als Beschreibung eines Trips nach Konsum bewusstseinsverändernder Drogen diskutiert wird. Ein spannender Ansatz zur Interpretation... wer das Werk unter diesem Gesichtspunkt unter die Lupe nehmen will, dem empfehle ich folgende Datei. Wer sich einfach nur durch Musik berauschen lassen will, der sollte mal in "Mehr davon" von den Toten Hosen reinhören.

Sie hätte es besser wissen müssen...

Sie hätte es besser wissen müssen... (mixed media)

Was zunächst als Schneewittchen-Darstellung gedacht war, endete letztlich im Sündenfall. Ich werde das gleiche Motiv noch einmal bearbeiten und diesmal anstatt der Schlange ein Waldtier (Eichhörnchen oder Fuchs) auf der Schulter ergänzen, so war es ursprünglich geplant... Um einen schönen Komplementärkontrast zum Rot zu erschaffen, platziere ich vielleicht noch eine Eiche in den Hintergrund.

Wer hat Angst vorm bösen Wolf...

In diesem Bild treffen sich sämtliche Motive & Techniken wieder, die ich bereits in vorherigen Serien verwendet habe. Zunächst wird ein Tiermotiv in Aquarell aufgegriffen, gepaart mit einer Kugelschreiber-Zeichnung einer weiblichen Figur, das ganze gemischt mit Buntstift & der Signalfarbe Rot. Als passenden Song empfehle ich euch Böser Wolf von den Toten Hosen. 

Wer hat Angst vorm bösen Wolf? ( mixed media: Kugelschreiber, Buntstift & Aquarell)
In meinem ersten Semester habe ich ein Deutschseminar zu den "Kinder- & Hausmärchen" der Brüder Grimm belegt. Seit dem sehe (oder deute) ich die Märchen aus einer ganz anderen Sicht... Tatsächlich wurden im Laufe ständiger Überarbeitungen direkte sexuelle Anspielungen und Bezüge verändert oder gar ganz weggelassen. Teilweise wurde die Texte verniedlicht & mit christlicher Moral unterfüttert, um sie kindgerechter zu machen. Doch die ursprünglichen Motive lassen sich kaum verleugnen und gerade Märchenanalysen aus tiefenpsychologischer Sicht decken die schaurigen Hintergründe von Vergewaltigung bis zum Inzest auf. 

Diese Überlegungen bringen mich gearde auf die Idee "Das etwas andere Märchenbuch" zu illustrieren... to be continued!

Neuster Stand der Garagen-Gestaltung


Die Heuschrecke nimmt stetig mehr Gestalt an. Den Schatten, der auf das Blatt fällt, muss ich noch einmal ausbessern & wir überlegen, ob der restliche Hintergrund ebenfalls grün/gelb gestaltet wird... Anschließend wird die ganze Tür mit einem Klarlack versiegelt.


Beim Malprozess ist ein ganz spannender Effekt auf dem grünem Blatt entstanden. An dem Tag fing es plötzlich wieder an zu regnen und die bis dato nur halb getrocknete Farbe brach durch die Feuchtigkeit wieder auf. Dadurch hat das Blatt eine tolle Struktur bekommen!


Als besondere Herausforderung empfand ich die Heuschrecke selbst. Die meisten Stunden habe ich damit verbracht ihr Gesicht und ihren Körper auszuarbeiten. Aber letztlich bin ich mit dem Ergebnis zufrieden & die Arbeit hat sich gelohnt!











Und dann warten...

Waiting (Kugelschreiber & Buntstift)
Wieder im Zug ist diese Darstellung entstanden. Als musikalische Untermalung empfehle ich diesmal Jupiter Jones mit Und dann warten, weil der Titel so schön passt...

Wer jetzt noch Lust hat weiterzulesen, erfährt, wie ich zu meinen neuen Arbeiten gekommen bin und dass hinter einer unscheinbaren Bilderserie durchaus umfangreiche, kognitive Prozesse stecken können. 

Nachdem ich bei meinen textilen Monsta-Arbeiten überlegt habe, wo denn nun die Schnittstellen von Textil & Kunst liegen, bin ich zunächst über einen spannenden Zeitungsbericht gestolpert. Dort wurde von dem kubanischen Künstler Erik Ravelo (*1978) berichtet, der auf der diesjährigen Biennale in Venedig wollige Installationen für das Label United Colours of Benetton zeigte. 
Quelle: http://neveronwednesday.blogspot.com/2011/06/fabrica-at-54th-international-art.html
Hier wird das textile Gewebe also durch das, was & wie  es dargestellt wird, zur Kunst. Wer mehr erfahren will, dem empfehle ich folgenden Link

Dann erinnerte ich mich noch dunkel an ein interessantes Bild, das ich in einem Seminar gesehen hatte. Allerdings fiel mir der Name der Künstlerin nicht mehr ein... Ich versuchte es zunächst bei der Google Bildersuche mit "gehäkelte tote Katze", die Ergebnisse waren erfolglos und grausam zugleich :D Letztlich fand ich es aber doch noch:
Titel: Accident 5: cat. Quelle: http://www.patriciawaller.com/de/bilder.html
Die Künstlerin, die uns zunächst harmlos wirkende Häkelarbeiten präsentiert, heißt Patricia Waller. Ich kann ihre Homepage nur empfehlen. Als schaurig schön, frech, witzig, kritisch & zeitgenössisch würde ich ihre Werke beschreiben, aber macht euch ein eigenes Bild.

Um wieder auf meine Eingangsfrage zu kommen: Wann wird eine textile Arbeit zu Kunst? Ganz entscheidend dafür, dass man in Wallers Fall von "Kunst" sprechen kann, ist die Intention mit ihren Arbeiten auf Missstände oder Wahrheiten aufmerksam zu machen und das auf so ironische Art. Damit wären wir (wie bei Ravelo) wieder beim WAS wird WIE dargestellt... Diese beiden Aspekte halte ich jetzt erstmal als Kriterien zur Beurteilung von textiler Kunst fest. Ein spannendes Thema, das ich gerne mal theoretisch & ordentlich wissenschaftlich fundiert in einer Hausarbeit näher ergründen würde! 

Aber auch in meinen praktischen Arbeiten fließen meine Überlegungen ein, indem ich mich künftig intensiver mit Texturen, Modedarstellungen und co. beschäftigen werde. Eine Idee für eine "textile" Installation habe ich auch... bis zur Umsetzung müsst ihr Euch aber noch gedulden. 

Der frühe Vogel...

Der frühe Vogel... kann mich mal! (Kugelschreiber & Buntstift/ 2011)
Heute zeige ich Euch eine Illustration, die zu ein paar wunderschönen Zeilen aus "Wende der Zeit" von Bosse entstanden ist. Übrigens mal wieder auf einer Zugfahrt... Im Song heißt es:

...Und wenn du dir beim Bäcker unten Kaffee kaufst 
mit mieser Laune und mieser Frisur, 
dann find ich, siehst du irgendwie so ehrlich aus 
mach dir nichts draus...

Was will man/frau mehr hören, wenn man völlig verschlafen des morgens auf den Bus wartet :)

An dieser Stelle möchte ich noch ganz herzlich einen neuen Leser meines Blogs begrüßen, da er in Mexiko lebt, auf spanisch:
Espero lo escribo bien: ¡De todo corazón bienvenido Jordi Boldó
Bien que lees el mío blog.

Verbessert mich bitte, wenn ich etwas falsch geschrieben habe! Ich hatte Spanisch nicht mal in der Schule ...


Heldenzeit

In meiner Heldenreihe darf einer natürlich nicht fehlen: der großartige Wolverine! Eigensinnig & realistisch, aber immer das Gute im Sinn... das sind wohl passende Attribute, mit denen der Superheld sich beschreiben lässt.