Mapping- Projekt Teil I

Beim Mapping geht es darum, sich einen Ort oder Platz anzueignen. So lautete unsere Aufgabe im Seminar: Wählen Sie ein Platz oder Ort in Paderborn aus! Nicht mehr und nicht weniger. Die Aufgabe lässt einem völlig freie Hand bei der Themenwahl und der Wahl des Mediums, so findet jeder seinen ganz persönlichen Zugang.

Entwicklungsphase: Ich habe mich für meinen eigenen Balkon entschieden. Zunächst fertigte ich eine Skizze des Balkons an. Dann machte ich neue Fotos des aktuellen Zustandes und suchte alles bereits bestehende Bildmaterial zusammen. Bis dato wusste ich bereits, was mein Balkon mir bedeutet, aber wie sehen  meine Gäste das? So schickte ich eine kurze Umfrage an die Stammgäste & bat sie ihre Assoziationen, Erinnerungen etc. zu notieren.
Fazit: Für uns alle ist mein Balkon ein Ort der Begegnung. Es wird gequatscht, getrunken, gemeinsam die Sonne genossen. Die Atmosphäre ist entspannt, angenehm & persönlich. Mal wird ausgelassen gefeiert, dann wieder in aller Ruhe Geschichten aus dem Leben besprochen.

Mein Konzept: Auf einer großformatigen Zeichnung halte ich meinen Balkon fest (wie gewohnt mit Kugelschreiber, aber ich probier es auch mit Kreide und Kohle). Ein leerer Stuhl wird mit darauf stehen. Am Rand hängt ein kleines Daumenkino mit lauter Fotos von Aktivitäten, die auf meinem Balkon statt gefunden haben. So kann sich jeder Betrachter auf meinen Balkon "blättern" und die Atmosphäre nachempfinden, die dort herrscht.

Modell: Ein kleines Modell meines fertigen Projekts habe ich bereits ausgearbeitet. Jetzt muss es nur noch im Großformat umgesetzt werden.


Fotos im Daumenkino:
Die Fotos für das Daumenkino habe ich noch bearbeitet, verschiedene Filter drüber gelegt oder mehrfach belichtet. Dabei habe ich immer passende Impressionen in einem Bild verbunden. 
Hier ein paar Beispielfotos:

Ausflug zum Schmuckdesign

Vielleicht erinnert ihr Euch noch an den Hasen, den ich zu der Serie meiner Märchenbilder gezeichnet habe...

Seitdem war ich auf der Suche nach einem Bettelarmband passend zur Geschichte von "Alice im Wunderland", aber nirgends fand ich das Schmuckstück meiner Wunschvorstellung.

Warum also nicht einfach selber machen?




Für die Schmuckherstellung braucht man echt eine Portion Geduld und Fingerspitzengefühl... nach ein paar Flüchen hatte ich Werkzeug & Material endlich im Griff und mit dem Ergebnis bin ich zufrieden, passende Ohrringe habe ich dann gleich auch noch angefertigt.


Die passende Kette hab ich auch schon im Kopf.  An das kleine Apothekerfläschchen kommt noch die Aufschrift "Eat me" und einen weiteren Anhänger (Muffin oder Keks) möchte ich noch aus Fimo herstellen. Mit dem restlichen Material werde ich Schmuckstücke für meinen DaWanda-Shop zaubern, wer also Interesse hat, kann dort demnächst vorbei schauen.

Als nächstes gibt es hier wieder etwas aus dem Bereich der Kunst, denn ich belege zur Zeit das beste Seminar, das ich seit Beginn meines Kunststudiums mitgemacht habe :) 




Und eine weitere Buchrezension steht auch noch aus! Ich hoffe der Briefträger bringt mir bald "Die Besucher" von Kurt Palm. Allein das Cover hat mein Interesse geweckt... Es bleibt also spannend, ich freu mich darauf!

Nobody is perfect

I´m not a fucking princess! (mixed media/2012)
Im letzten Jahr hatte ich ein kleines Blogger/Künstlertief: Keine Lust zu schreiben, keinen Antrieb zu zeichnen, keine Beweggründe von aktuellen Projekten zu berichten... Beinahe zeitgleich hat sich dieses Tief nun auch in diesem Jahr eingeschlichen! ABER Einsicht ist wohl doch der erste Schritt zur Besserung, denn was mich eigentlich am bloggen hindert, ist mein selbstkritischer Blick auf das, was ich mache :)
  • Ich hinterfrage, ob meine Zeichnungen es wert sind auf einer öffentlichen Plattform gezeigt zu werden?
  • Will denn ein Leser überhaupt ein Bild sehen, das ich selber für nicht gelungen halte?

Fakt ist, ich stecke quasi in meinen künstlerischen Kinderschuhen & da darf ein Ergebnis nicht perfekt sein.  Alles andere würde ein falsches Bild wiederspiegeln und ich würde mich tatsächlich selbst zensieren... und das wäre doch nun wirklich dumm! 

Zum Bild: Die Tatsche, dass man die Farbe pink mag und Robert Patterson anschmachtet, steht keinesfalls im Widerspruch dazu, dass man auch durchaus zu kognitiven Höchstleistungen in der Lage ist oder sich bei Bauarbeiten die Hände schmutzig macht :) Ich bin also allenfalls eine Prinzessin auf Teilzeit-Basis, die es nicht mag, wenn man sie unterschätzt... Von der Grundidee bin ich weiterhin überzeugt, aber die Umsetzung verlief nicht nach meinen Wünschen, weil die "Ich-muss-gleich-brechen-Geste" nicht klar lesbar geworden ist.